Berufseinstiegsbegleitung
Fachkräfteentwicklung
beginnt nicht erst im Unternehmen
Sie beginnt dort, wo junge Menschen zum ersten Mal die Frage beantworten müssen:
Was kann ich? Was möchte ich? Und wo ist mein Platz in der Arbeitswelt?
Als Berufseinstiegsbegleiterin begleite ich junge Menschen auf einem entscheidenden Stück ihres Weges – von der Schule in Ausbildung und Beruf.
Diese Tätigkeit ergänzt meine Arbeit als Strategische Systemarchitektin für nachhaltige Fachkräfteentwicklung um eine Perspektive, die in der Diskussion um Fachkräftemangel häufig zu kurz kommt:
die Perspektive der Fachkräfte von morgen.


BerEb – was bedeutet das?
Die Berufseinstiegsbegleitung, kurz BerEb, unterstützt Schülerinnen und Schüler, die beim Übergang von der Schule in das Berufsleben zusätzliche individuelle Begleitung benötigen.
Dabei geht es um wesentlich mehr als darum, irgendwann einen Ausbildungsplatz zu finden.
Es geht darum, junge Menschen dabei zu unterstützen,
- ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen,
- berufliche Möglichkeiten kennenzulernen,
- realistische Ziele zu entwickeln,
- Entscheidungen treffen zu lernen,
- Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten,
- Praktika und Ausbildungsplätze zu finden
- und Schritt für Schritt mehr Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen.
Manchmal braucht ein junger Mensch dafür Informationen.
Manchmal Struktur.
Manchmal Kontakte.
Und manchmal vor allem jemanden, der genau hinschaut, zuhört und dabei hilft, aus einem scheinbaren „Ich weiß nicht“ ein „Das könnte mein Weg sein“ zu entwickeln.
Zukunft entsteht gemeinsam
Ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf ist selten die Leistung eines Einzelnen.
Deshalb verstehe ich Berufseinstiegsbegleitung als gemeinsame Aufgabe.
Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schule, Berufseinstiegsbegleitung, Bildungsträger, Berufsberatung und Ausbildungsbetriebe bringen jeweils unterschiedliche Erfahrungen, Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten mit.
Entscheidend ist, dass diese Beteiligten nicht nebeneinander arbeiten, sondern miteinander.
Denn im Mittelpunkt steht immer ein junger Mensch, der seinen eigenen Platz in der Arbeitswelt finden soll.
Je besser wir unsere Kompetenzen verbinden, desto größer wird seine Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Zwei Perspektiven
Ein gemeinsames Ziel
Meine Tätigkeit in der Berufseinstiegsbegleitung und meine Arbeit mit Jechow Consulting betrachten dasselbe Thema aus unterschiedlichen Richtungen.
In der Berufseinstiegsbegleitung sehe ich die Fachkräfte von morgen.
In Unternehmen sehe ich die Strukturen, Führungskräfte und Rahmenbedingungen, in denen diese jungen Menschen später arbeiten sollen.
Diese beiden Perspektiven miteinander zu verbinden, halte ich für eine der wichtigen Aufgaben zukünftiger Fachkräfteentwicklung.
Denn Unternehmen brauchen nicht nur Bewerber.
Junge Menschen brauchen nicht nur Ausbildungsplätze.
Beide brauchen eine realistische Chance, zueinanderzufinden und gemeinsam zu wachsen.


Meine Rolle: begleiten, verbinden und Möglichkeiten sichtbar machen
Meine berufliche Erfahrung stammt aus unterschiedlichen Welten.
Ich kenne Unternehmen und ihre Anforderungen ebenso wie persönliche Entwicklungsprozesse, Coaching, Kommunikation und die Arbeit mit Menschen in Veränderungssituationen.
Heute verbinde ich diese Erfahrungen.
Ich unterstütze junge Menschen nicht nur dabei, eine Bewerbung zu schreiben.
Ich möchte verstehen:
Wer sitzt vor mir?
Was kann dieser junge Mensch besonders gut?
Wo braucht er Unterstützung?
Was hält ihn möglicherweise zurück?
Welche berufliche Umgebung könnte zu ihm passen?
Und welcher nächste Schritt ist realistisch?
Daraus entsteht eine individuelle Begleitung, die nicht ausschließlich auf Schulnoten oder einen Lebenslauf schaut, sondern auf den Menschen und seine Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Brücke zwischen Schule und Wirtschaft
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Verbindung zur Arbeitswelt.
Durch meine langjährige berufliche Tätigkeit sowie meine Arbeit mit Jechow Consulting verfüge ich über Einblicke in unterschiedliche Unternehmen, Branchen und berufliche Strukturen sowie über ein gewachsenes berufliches Netzwerk.
Diese Nähe zur Wirtschaft hilft mir dabei, jungen Menschen nicht nur theoretisch von der Arbeitswelt zu erzählen.
Ich kenne viele Anforderungen, Herausforderungen und Erwartungen, mit denen Unternehmen heute konfrontiert sind.
Gleichzeitig erlebe ich in der Berufseinstiegsbegleitung unmittelbar, welche Fragen, Unsicherheiten, Fähigkeiten und Erwartungen die kommende Generation mitbringt.
Genau an dieser Schnittstelle entsteht für mich ein wichtiger Teil moderner Fachkräfteentwicklung.


Der Fachkräftemangel beginnt lange vor der unbesetzten Stelle
Unternehmen sprechen heute über Fachkräftemangel, Nachwuchsprobleme und Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.
Gleichzeitig gibt es junge Menschen, die ihren Platz in der Arbeitswelt noch suchen.
Manche wissen nicht, welche Berufe zu ihnen passen.
Andere unterschätzen oder aber überschätzen ihre Fähigkeiten.
Wieder andere benötigen mehr Unterstützung, Struktur oder Orientierung, bevor sie den Schritt in eine Ausbildung erfolgreich bewältigen können.
Deshalb beginnt nachhaltige Fachkräftesicherung für mich nicht erst mit Recruiting.
Sie beginnt mit Orientierung, Entwicklung und Beziehung.
Wenn es gelingt, junge Menschen frühzeitig zu erreichen, ihre Potenziale zu erkennen und passende Verbindungen zwischen ihnen und der Wirtschaft herzustellen, profitieren beide Seiten.
Der junge Mensch erhält eine echte berufliche Perspektive.
Und Unternehmen gewinnen Nachwuchskräfte, die nicht nur irgendeinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sondern eine Aufgabe, zu der sie passen können.
Strategische Systemarchitektin für nachhaltige Fachkräfteentwicklung
Ich betrachte Fachkräfteentwicklung deshalb nicht als einzelne Personalmaßnahme.
Ich betrachte sie als System.
Ein System, in dem Schule, Berufsorientierung, Elternhaus, Bildungsträger, Wirtschaft, Führung und persönliche Entwicklung ineinandergreifen.
Meine Aufgabe sehe ich dort, wo zwischen diesen Bereichen Verbindungen fehlen, Potenziale noch nicht erkannt werden oder unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht werden müssen.
Ich baue Brücken zwischen Menschen, Strukturen und Möglichkeiten.
Damit aus jungen Menschen Fachkräfte werden können.
Und aus Arbeitsplätzen Orte, an denen Menschen bleiben und sich entwickeln wollen.

